Es gibt immer mehr Glücksspiel-Kranke

Eine Studie des Landes Baden-Württemberg hat ergeben, dass sich das Problem rund um das krankhafte Glücksspiel verschärft. Den Grund des Anstiegs der Zahl der Betroffenen sieht das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in dem wachsenden Angebot in den vergangenen Jahren, womit auch das online Angebot gemeint ist. Mit der Forschung wurde die Klinik für abhängiges Verhalten und Suchtmedizin am ZIT von dem Ministerium für Soziales und Integration BW beauftragt. Nun liegen die Ergebnisse vor:

Die Studie wurde von Karl Mann, dem damaligen Lehrstuhlinhaber für Suchtforschung am ZI und dem heutigen Senior-Professor der Universität Heidelberg geleitet. Das Ziel war es, eine Analyse von Betroffenen zu erstellen und eine Basis für neue Behandlungs- und Präventions-Ansätze für das pathologische Glücksspiel abzuleiten. Circa 0,3 bis 0,5 % der Deutschen bis 64 Jahre gelten als krankhafte Spieler. Beim „problematischen Gebrauch“ ist die Zahl etwa gleich hoch, wobei es sich hierbei um eine weniger schwere Variante handelt.

Neue Wege der Therapie sind notwendig

Allein in Baden-Württemberg sind für 30.000 Betroffene sowie für die anwachsende Zahl der Hilfesuchenden neue, möglichst forschungsbasierte Therapie-Wege und Präventionsmaßnahmen dringend erforderlich, laut der Experten. Die Bedingungen für die Erforschung und Therapie des pathologischen Spielens ist seit dem Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrages 2008 deutlich verbessert worden. In Kooperation mit dem Landesgesundheitsamtes BW, dem Therapiezentrum Münzesheim im Kraichgau, der AHG Klinik Münchwiese im Saarland sowie 22 Beratungsstellen in BW wurde die Studie organisiert. Zudem waren auch das Universitätsklinikum Mainz, die Sozialmedizin Greifswald, die Universität Lübeck und das Institut für Epidemiologie daran beteiligt.

Die Untersuchung weist zusammengefasst bei 515 Patienten die Automatenspiele mit 87 % als eindeutig bevorzugte Spielform auf. Zugleich konnte auch eine hohe Belastung an substanzbezogenen Abhängigkeiten wie Alkohol (28 %) und Nikotin (80 %) nachgewiesen werden. Ebenfalls konnten Depressionen (16 %) und Persönlichkeitsstörungen im Vergleich zur Normalbevölkerung festgestellt werden. Zudem berichteten 16 % der Spieler von mindestens einem Suizidversuch.

Aber auch bei der erstgradigen Verwandtschaft, verglichen mit der, von der Kontrollgruppe – gab es ein überraschend hohes Vorkommen an Alkoholabhängigkeit (27 zu 7,4 %) und dem krankhaften Glücksspiel (8,3 zu 0.7 %).

Die Zahlen stützen die Annahme von ähnlichen Ursachen, möglicherweise sogar durch eine erhöhte genetische Belastung, zwischen den beiden Störungsbildern. Das spricht dafuer, die Diagnose „Spielsucht“ in das Kapitel der Suchtkrankheiten aufzunehmen. Von den Experten wird zudem erklärt, dass je jünger die Patienten beim ersten Glücksspiel waren, desto ausgeprägter später der Schweregrad der Erkrankung sei. Zwischen den gesunden Probanden und den pathologische Spielern gibt es einen Unterschied in der Entscheidungsfindung, den Gehirnfunktionen und den Gehirnstrukturen, wie es vonseiten der Wissenschaftler heißt. Hier galt vor allem der Einfluss von Begleiterkrankungen, wie Abhängigkeiten und Depressionen ein besonderes Augenmerk.

Durch die Daten wird die Vermutung nahegelegt, dass es nicht nur den „einen“ Spieler gibt, sondern es sich um Subtypen handelt, die alle ganz unterschiedliche Begleiterkrankungen aufweisen. Die zukünftigen Therapiekonzepte sollen aufgrund der Studienergebnisse mehr subgruppenspezifisch ausgelegt und damit die vorhandenen Begleiterkrankungen stärker berücksichtigt werden – wie von der Studie vorgeschlagen wird.

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