Bonus-Angebote der online Casino im Visier der Wettbewerbsbehörde

Im Fokus der britischen Behörden steht aktuell der Verbraucherschutz bei online Angeboten. Es wurden bereits von der Competition and Markets Authority (CMA) des Vereinigten Königreich Ermittlungen gegen verschiedene online Glücksspielanbieter in die Wege geleitet. Von nun an soll ganz konkret gegen verbraucherschutzrechtliche Verstöße vorgegangen werden, denn die Wettbewerbsbehörde geht davon aus, dass die Willkommens-Angebote, Bonus-Aktionen und Nutzungsbedingungen der Betreiber irreführend seien und die Kunden um ihr Geld bringen.

Denn es könnten beispielsweise Auszahlungen erst vorgenommen werden, wenn ganz bestimmte Umsatzbedingungen erfüllt wurden. Bei diesem Vorgehen gegen die vermeintlich betrügerischen Sonderaktionen und Lockangebote arbeiten die UK Gambling Commission und die CMA zusammen. Von beiden Aufsichtsbehörden wurden Bedenken geäußert, ob ein Spieler sich auf eine faire Behandlung verlassen könnte, wenn er ein solches online Angebot nutzt. Allerdings ist noch nicht bekannt, um welche Anbieter es sich handelt.

Oftmals werden die Auszahlungen erschwert.

Das die beiden Aufsichtsbehörden gegen die online Anbieter vorgehen wollen hat einen wichtigen Grund: die Auszahlungsbedingungen. Denn wurden Kunden durch einen verlockenden Einzahlungsbonus dazu verleitet, eine Einzahlung vorzunehmen, dann haben sie in der Folge Probleme, dieses wieder ausgezahlt zu bekommen, sofern der Bonus sich nicht in dem versprochenen Effekt entfaltet.

Die Geltendmachung von Verbraucherrechten bei der CMA wird von Nisha Arora geleitet. Sie setzt sich mit ihrer Abteilung dafür ein, dass die Kunden die Leistung erhalten, mit der sie geworben wurden und auch das die Auszahlungen vereinfacht werden. Denn leider ist das nicht immer der Fall und ganz besonders Neukunden werden von den Lockangeboten oftmals getäuscht.

Nisha Arora macht zudem deutlich, dass es notwendig ist, Strafmaßnahmen gegen die Anbieter zu verhängen, wenn sie den Verbraucherschutz nicht einhalten. Zudem sollen im Verlauf der Untersuchungen auch Fälle untersucht werden, in denen Kunden ihr Geld erst dann ausgezahlt bekamen, nachdem sie sich für die Werbeaktion entschieden haben.

Fair und unverständlich – die Nutzungsbedingungen

Die CMA bringt jedoch noch einen weiteren Kritikpunkt hervor und das sind die Nutzungsbedingungen zu den jeweiligen Willkommensaktionen. So seien diese oftmals sehr unklar und umständlich formuliert, so dass ein Laie diese nicht versteht. So wird beispielsweise vorgesehen, dass ein Kunde zuerst eine bestimmte Anzahl an Runden oder Hände spielen muss, bevor es sich sein Geld, das übrig geblieben ist, wieder auszahlen lassen kann. Von einigen Spielern wird auch berichtet, dass selbst dann wenn es sich nicht um eine Sonderaktion handelt, manche Betreiber Auszahlungslimits von enormer Höhe vorschreiben, die den Einzahlungsbetrag bei weitem übersteigen. Dabei wurde auch von Tages-, Wochen- oder Monatslimits gesprochen, die nur sehr geringe Auszahlungen zulassen, während es kein Einzahlungslimit gäbe.

Es stehen die Lizenzen auf dem Spiel

Sollte es sich im Verlauf der Untersuchungen herausstellen, dass Firmen ganz klar gegen den Verbraucherschutz verstoßen sowie gegen die geltenden Gesetze Großbritanniens, dann droht der Entzug der Lizenz, wie die Vorstandsvorsitzende Sarah Harrison von der Gambling Commission erklärte.

Rund 800 Beschwerden wurden seit Ende des letzten Jahres bereits aufgenommen. Aufgrund dessen wurden verschiedene Unternehmen von der CMA befragt und es wurden auch diverse Webseiten untersucht. Nun will man gegen einzelne Fälle ganz explizite vorgehen.

Baustelle Nr. 2: Kontrolle der Identität und Inaktivitätsgebühren

Von der CMA und der Gambling Commission wird sich für eine transparente und faire Spielumgebung für die Kunden im online Bereich eingesetzt. Die Anbieter sind bereits gesetzlich dazu verpflichtet, die Identität der Kunden zu verifizieren und damit ihrer gesellschaftlichen Verantwortung und dem geforderten Sozialkonzept nachzukommen. Vor allem die Identitätskontrolle dient der Vermeidung von Geldwäsche. Aber auch hier stehen Firmen im Verdacht, dass sie diese Vorgaben zu restriktiv auslegen um den Kunden so von einer Auszahlung abhalten zu können, wie von Sarah Harrison erklärte.

Neben diesen destruktiven Identitätskontrollen hat die CMA noch einen weiteren Kritikpunkt auf dem Schirm: Die „Strafen“ für Inaktivität. So wird von manchen Online-Anbietern eine Gebühr berechnet, für den Zeitraum, wo der Kunde nicht spielt. Von anderen Anbietern wird sogar in den AGB vorgesehen, das komplette Guthaben einzubehalten, wenn ein Spieler über einen bestimmten Zeitraum nicht aktiv ist.

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